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Da komm ich nach einem sportlichen Sonntag nach Hause und versuche den #sbChatDE nach zu lesen, da springt mir ein Tweet von @marcushoefl ins Auge:
„Ich würde mich gut 36 Std. vor der #Ski-WM gerne mit was anderem beschäftigen,aber der große Wasmeier ledert mal wieder bit.ly/XAhOie

Zugegebenermaßen werde ich da sofort hellhörig und musste mir sofort anschauen, was denn der „große Wasmeier“ da geledert haben soll. Kurz und knapp zusammengefasst:

Zur Schwierigkeit der Piste: „Die Frauen haben es etwas besser als die Männer, ihre Piste ist nicht allzu gefährlich. Die schafft jede.“

Zu Chancen von @maria: „Sie wird kaum eine Rolle spielen. Maria hat derzeit genug Sorgen damit, sich selbst zu ordnen. Das ist manchmal so bei Sportlern. Außerdem ist die Piste für Maria ein bisschen steil, ihr liegt das Flache mehr. Aber wer weiß: Vielleicht hilft es ihr, dass sie diesmal nicht als Favoritin an den Start geht.“

Nicht mehr und nicht weniger (zumindest was direkt Maria Höfl-Riesch betrifft). Und dennoch: Hier wird jetzt ein riesen Fass aufgemacht und (laut MH) endlich nach 2 Jahren zum Gegenschlag ausgeholt. Ich frage mich: Warum?

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Wir stehen kurz vor der Ski-WM, die AthletenInnen sollten sich auf den Wettkampf konzentrieren und alles andere vergessen und hinten anstellen. Was würde man in solch einer Situation als Mann und Manager tun? Ich würde versuchen sie zu schützen in dem ich sie aus dem Ganzen raushalte und den Fokus weiterhin auf dem Sport lassen. Was macht jemand der m.E. nach anderes im Sinn hat als „nur“ das Wohl seiner Frau? Er holt 36 Stunden vor Wettkampfbeginn zum digitalen Rundumschlag aus und gibt Statements via Twitter oder Printmedien raus. Nicht nur das: er zieht seine Frau, seine Athletin mit hinein und schafft Ablenkung vom eigentlichem Fokus – dem Sport.

Ich kann diese Art und Weise einfach nicht nachvollziehen und habe versucht in einem Dialog mit ihm die Gründe ein wenig zu erörtern. Es blieb aber vieles unbeantwortet oder es drehte sich alles im Kreis.

(ein Tweet von MH aus der Konversation)

Es geht immer wieder um eine angebliche Kampagne gegen Maria und den ganzen Damen-Skirennsport in den letzten 2 Jahren. Ja, Wasmeier ist sicher kein Unschuldslamm und vielleicht auch ein Macho. Aber: was soll er von einer Kampagne haben? Ich denke hier prallen einfach Welten aufeinander.

Auf der einen Seite der ehemalige Spitzenathlet, der nur den Sport kannte und mit all dem „neuen“ Kram nichts anfangen kann und vielleicht auch noch veraltete Rollenverständnisse hat. Aber in vielen Punkten geht’s ihm doch auch nur um den Sport.

Auf der anderen Seite der Manager und Ehemann mit seiner Marke und Frau die sich trotz allem Erfolg und Ansehen attackiert fühlen und scheinbar Angst um das gute eigene Image haben. Hier geht es (wie man auf der Homepage erahnen kann http://www.maria.com.de/) mehr um Marketing und Business als um den eigentlichen Sport. Der Erfolg gibt ihnen bisher in den meisten Fällen auch Recht.

Die „Drohung“ von MH wurde dann heute auch mit einem Statement in der Onlineausgabe der Welt in die Tat umgesetzt. Es wird nun tatsächlich eine Debatte um Neid, Missgunst und Eifersucht angezettelt die – ich wiederhole mich – kurz vor der #skiwm13 kein Mensch und vor allem kein Athlet braucht.
(Später kamen noch Artikel auf sport1 und in der Abendzeitung hinzu.)

Was verleitet einen Manager und noch viel mehr einen Ehemann dazu kurz vor dem Saisonhighlight der eigenen Frau / Athletin so in den Medien nach vorn zu preschen (Tweets von @benjsto dazu)? Er muss doch davon ausgehen, dass jetzt viel mehr auf sie einprasselt und sich Wasmeier hier sicherlich auch noch einmal zu äußern wird. Weder aus Gründen der Fürsorge noch aus Marketing Gesichtspunkten eine gute Wahl.

Es sei denn es geht einzig und allein darum ins Gespräch zu kommen, die eigenen (guten) Kontakte hinter sich zu bringen und am Ende einen Kritiker so richtig vor den Baum fahren zu lassen und dabei auch noch von „eigener Schuld“ zu reden.

Für mich ist eines klar: es geht hier nicht um Schutz, nicht um Gerechtigkeit und vor allem nicht um den Sport oder die Unterstützung des Frauen-Ski-Rennsports. Es geht einzig und allein um die Marke.
Bekanntheit, Schutz des Image, Klarstellen von Machtverhältnissen und vielleicht am Ende sogar um die Beseitigung eines Kritikers aus dem öffentlichen Blickfeld.

Was gerne als Argument für eine mögliche Kampagne genommen wird, ist der Sponsoren-Neid. Laut @blickch ist / war Wasmeier ein „Einzelgänger, immer auf eigenen Vorteil bedacht.“ und hat wohl nun daran zu knabbern, dass einige Sponsoren lieber eine aktive, erfolgreiche Athletin unterstützen als den aktuellen TV-Experten und ehemaligen Spitzenathleten. Für mich persönlich hinkt der Vergleich ein wenig, wenngleich ich die Argumentation von @rune4 hier nachvollziehen kann.

Zu guter Letzt kam dann auch noch Maria Höfl-Riesch mit in die Diskussion dazu (Anmerkung: wenn sie ihren Twitter-Account auch selber pflegt und es nicht aus den Händen von MH kommt – so wie m.E. nach auch bei Franz Beckenbauer) und sah sich gezwungen auch etwas zu sagen.

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Ihre sportliche Leistung möchte und wollte ich in keiner Art und Weise in Frage stellen und wünsche ihr natürlich auch viel Erfolg bei der anstehenden WM. Die Art und Weise und vor allem der Zeitpunkt für einen Rundumschlag Richtung Wasmeier (und vielleicht ist er auch nur der Anfang) kann ich absolut nicht nachvollziehen.

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Randnotiz:
Ein besonderes Verhältnis scheinen – das hatte ich schon früher einmal angemerkt – MH und @danielmack zu haben. In welcher Form sie sich gegenseitig unterstützen und „befruchten“ ist zwar nur eine Vermutung. Aber das parallel der fast gleiche Tweet in die Welt geblasen wird und so versucht wird, Meinung zu machen, ist auffällig. Aber vielleicht haben beide auch nur die gleichen Ansichten in der Welt des Sports.
Oder redet hier einer dem anderen nach dem Mund? Kann ich mir bei diesem vorbildlichen Politiker eigentlich nicht vorstellen.

– Qualität, Quantität, Mehrwert, Strategie –

Als Novize bei Tagungen rund um das Thema war ich mehr als gespannt auf die Vorträge, auf die beteiligten Personen und auf die persönlichen Treffen. Begonnen hatte der Tag mit einer typisch digital-real Geschichte: Tweet hin, Tweet zurück, Tweet hin, Zuruf von der Bank gegenüber „Komm doch einfach rüber – da sparen wir uns das schreiben.“

So geht es wohl im Allgemeinen vielen, die sich über die digitalen Medien kennen und austauschen und dann „in echt“ aufeinander treffen. So verlief auf jeden Fall mein erstes Treffen mit @benjsto.

„C0Mtweet:  Ja, und wo gehts jetzt rein (Haupteingang SZ)? Von außen absolut nichts zu erkennen… #dsms // cc: @benjsto

Benjsto: @C0Mtweet Bin auch gleich da. Treffen am Empfang?

C0Mtweet: @benjsto Sitze irritiert vorm Haupteingang & warte auf meinen Kollegen… Bis gleich.“

So viel zur Vorgeschichte des W&V Digital Sports Marketing Summit 2012 in München.

Mein erster Eindruck vor Ort: kleine, überschaubare Runde diese Digital Sports Marketing Summit Teilnehmergruppe, einige Anzeichen dafür, dass die W&V eine Veranstaltung dieser Art zum ersten Mal durchführt, vier Arten von Besuchern: Unternehmen, Medien, Agenturen, Social Media Profis.

Nach Small Talk bei Kaffee & anderen kalten Getränken ging es sofort mit einem der „most impressive“ Vorträge los: „BEING RELEVANT: CONNECTING BRANDS WITH CONSUMER PASSIONS –

Four key trends that brands need to embrace” von Guy Wieynk, European Managing Director AKQA.

Vorab: mich würde es nicht wundern, wenn viele zunächst mit dem Namen AKQA nichts anfangen können. Aber hinter dieser Agentur steckt ein kreativer Riese der internationalen Werbewelt mit Kunden wie FIAT, Heineken, MTV, Nike, Nissan u.v.m.

Sie zeichnen sich verantwortlich für den Heineken Starplayer (Real-Time Tool für UCL-Spiele um Geschehnisse im Spiel vorher zu sagen und Punkte zu sammeln; „Beer is the 1st Social Network“), Nike Training Club (Work-Out App für das tägliche training; „Best advertising is no advertising“) oder auch  für die Nike Kampagne #makeitcount (die weltweit bekanntesten Nike-Testimonials riefen auf und fragten: „So what’s your pledge for 2012, what are you going to do to #makeitcount?“ [@swish41] & gaben oftmals direktes Feedback an die Fans; „271 Million responds to one simple question“).

AKQA kombiniert simple Ideen mit wahnsinniger Kreativität und schafft dabei Welten die so einfach und dennoch genial sind, dass man sich teilweise regelrecht erschrickt.

Der rote Faden der Präsentation von Guy Wieynk waren (am Ende) die 6 key trends that brands need to embrace:

  1. Best Advertising is no advertising (Nike training Club) – Mehrwert schaffen statt mit Anzeigen den potentiellen Kunden zu „nerven“.
  2. Dual Screening (Heineken Star Player) – Verbindung von Off- und Online durch zweiten Bildschirm. Im TV schauen, auf dem Tablett / dem Notebook / dem Smart Phone daran teilnehmen
  3. Digital = Business Change (MTV “Under the thumb”) – digitale Aktivität ist nicht einfach etwas neues, sondern ändert das komplette Business
  4. Social @ Scale (#makeitcount) – direkte Kommunikation, Dialog in Echtzeit, den Kunden, den Fan unmittelbar ansprechen und ihn “mitnehmen”
  5. Connected products – enhance, innovate, disrupt by digital – hier fehlt mir gerade das Beispiel bzw. der genaue Hintergrund
  6. Content is still king – distribution is envolving – Inhalte warden immer wichtig sein genau wie Mehrwerte fast das einzige sind, was zählt. Lediglich die Verbreitungswege der eigenen Botschaften haben bzw. werden sich weitehin ändern.

Tweets zum Vortrag:

„Autsch! Guy Wienynk / AKQA ist Chelsea Fan und startet den #dsms in München mit dem Vortrag: Being relevant“

“True: It’s every single’s job in the company to be innovative #akqa #dsms”

“Nike Training Club App has over 5m downloads – weekly return rate over 80% #akqa #dsms #digisport”

“The day Kodak went out of business 11 Instagram guys sold there business for 1b us-dollar #dsms”

“Nike’s #makeitcount campaign as example for social@scale has reached 271m people in one week #digisport #dsms”

“AKQA: heineken #starplayer app has cost 1m #digisport #dsms”

Aufgrund der Masse an Informationen zu den enzelen Vorträgen, wird es nach und nach Texte zu den Vorträgen geben. Als nächstes geht es dann um

SPORT IM DIGITALEN ZEITALTER – VOM SOCIAL HUB DER OLYMPIAMANNSCHAFT BIS ZUR SHARING-PLATTFORM SPLINK – Wie „social“ ist Sport? | Sport digitalisieren – aber wie? | splink – Digitale Heimat für den Sport | Wir für Deutschland! Social Media und die deutsche Olympiamannschaft [DOSB New Media]

„40 Millionen Sportinteressierte Menschen in Deutschland – ein riesiges Soziales Netzwerk“

DIGITAL MEETS TRADITION: WIE MARKEN PROFITIEREN KÖNNEN – Social Media als Hub in einer crossmedialen Kampagne | Einbindung Vertriebsweg in Social Media-Aktivitäten (Zurich Gruppe Deutschland)

„Versicherungen sexy machen? Das ist selbst mit Social Media ein steiniger Weg.“

DIE TRADITIONSMARKE FC BAYERN MÜNCHEN AUF DEM WEG INS DIGITALE ZEITALTER – Ziele, Chancen und Risiken des FCB auf den digitalen Kanälen | myfcb.de – die neue Community des FC Bayern | Fan Engagement auf Facebook [FC Bayern München]

„Try and error. Aus Aktionen wie „The New FCB Star“ können wir nur lernen – und letztlich haben die Medien es zu einem Flop gemacht.“

Ich hoffe ihr könnt euch noch ein wenig gedulden. Da aber einige auf detailierte Infos der Vorträge warten, wollte ich nicht nur eine kurze Zusammenfassung „runter rattern“.

Sonntagmittag, viele Gedanken im Kopf aber nix konkretes worauf man sich festlegen will. Aber man will was schreiben. Vielleicht sollte ich sowas wie „top5 Gedanken der Woche“ starten. Ich fange einfach mal an und schau was dabei rum kommt.
– München Müller Brot EHC
– Chisora Klitschko Haye Show
– Musik Konzerte
– Geburtstage Bedeutung selbst und andere
– Wulff
Wie viele wissen habe ich in dem letzten Jahr eine Begeisterung und große Sympathie für den EHC München entwickelt und verfolge seitdem diesen Verein intensiv und nah. In den letzten Wochen gab es einen Lebensmittelskandal rings um den Sponsor Müller Brot. Bei dem wurden frappierende Hygienezustände vorgefunden und die Produktion daraufhin lahm gelegt. Inzwischen hat das Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Für mich spannend wird, in welcher Form Abstrahleffekte auf einen gesponserten Verein zu sehen sein werden. Eine erste Folge scheint der Ausstieg als Sponsor zu sein. Für einen Verein wie den EHC ist das – man entschuldige mir dieses schlechte Wortspiel – Ein hartes Brot. Weiterhin auf der Suche nach einem Hauptsponsor ist die Absage von Müller zur neuen Saison ein herber Schlag für die Planungen des Eishockey-Clubs.
Unter der Woche gab es für den EHC aber auch wieder gute Presse. Zum einen besiegte man die Adler aus Mannheim und zum anderen posierte Vitali Klitschko beim öffentlichen Training mit bzw. in einem EHC-Trikot. Was mich zum nächsten Thema kommen lässt. Der Kampf Klitschko vs. Chisora. Wie so oft ist alles vor dem Kampf (inkl. Ohrfeige) und nach dem Kampf spannender als der Kampf selber.
Was sich Chisora und David Haye (angeblich nur vor Ort weil ein Tv Sender ihn unbedingt als Experten wollte) nachdem Kampf bei der Pk geliefert haben, hat den Begriff Skandal mehr als verdient. Allerdings: Die Reaktion von Klitschko (youtu.be/TNI2duIEp98 – Minute 4:10; grinste vor sich hin) war fern der allgemeinen Reaktion (Pressevertreter und alle anderen Gäste waren erschrocken und schockiert). Eh ein wenig anfällig was Skepsis angeht, wirkte es auf mich wie der Beginn der nächsten großen Inszenierung im Boxen. Story: Verlierer wird von ehemaligem Verlierer (Haye verlor vor ein paar Monaten bekanntermaßen gegen Wladimir Klitschko) öffentlich angegangen. Der lässt sich zu handfesten Einlagen hinreißen und beschließt die Klopperei mit dem Satz „Ich bring dich um“.
Es schreit nach großem Kampf zwischen den beiden „Verlierern / Gehörnten“ mit viel Hass im Vorfeld. Mediales Interesse wäre riesig und am Ende könnte der Klitschko Clan der große Gewinner sein: weitere Kämpfe, mehr Werbung, mehr Zuschauer, mehr Geld. Der Gewinner des Duells Chisora vs Haye wäre Gegner des Klitschko’s den man jeweils noch nicht gekämpft hat.
Klingt weit hergeholt? Gut möglich. Aber wie schrieb gestern jemand bei Twitter „beim Wrestling denken auch alle, es sei echt“.
Apropos Show: die Anzahl der Tickets für Konzerte dieses Jahr wird langsam unübersichtlich und ich „befürchte“, dass das Ende noch lange nicht erreicht ist. Neueste Errungenschaften sind Whitest Boy Alive und Seeed jeweils in München. Hinzu kommen werden wohl noch einige Kracher – vor allem nachdem das Melt! Festival am Freitag sein vorläufiges Line-Up bekannt gegeben hat (u.a. Bloc Party, Gossip, Two Door Cinema Club).
Viel belächelt wenn nicht sogar beschimpft wurde ich für meinen Wunsch, Scooter live zu sehen.
1. Ja, ich werde mir das Berlin Konzert in der O2-World anschauen.
2. Um es einfach mal erlebt zu haben was Millionen Plattenkäufer da geritten hat.
3. Weil ich wirklich Sympathien für die Band habe. Eigener (ja, streitbarer) Stil ohne Kompromisse seit 2 Jahrzehnten durchgezogen. Mit Erfolg! Und sich vor allem selber nicht zu ernst zu nehmen.
Wenn man ehrlich ist, steckt in jedem von uns ein wenig Scooter und hat jeder mindestens einen Titel von ihnen damals mitgesungen /-gegröhlt.
Für viele sicherlich ein wenig überraschend, hatte ich in der letzten Woche Geburtstag. Ja, keine Panik. Ich bin zwar nachtragend, aber auch vergesslich. Darum geht es aber gar nicht. Im Zusammenhang mit diesem Tag gab es einige Gespräche um die Bedeutung des Tages für einen selber, die eigenen Freunde und die Familie. Ich für meinen Teil habe wieder festgestellt, dass ich mich wesentlich mehr mit und über Geburtstage von Freunden freue. Das mag damit zusammenhängen, dass ich mich selber nicht so gern wichtig nehme  bzw. im Mittelpunkt stehen möchte. Dass man an seinem eigenen Geburtstag mal nur an sich denken soll ist zwar eine Überlegung wert, aber irgendwie genau wie Valentinstag so eine Sache: genau wie Bekundungen der Liebe – sollte man viel öfter und vor allem auch mal einfach so ohne Anlass vornehmen – ist das „auch mal nur an sich denken“ wesentlich effektiver wenn es hin und wieder passiert. Sich einfach mal die Freiheit nehmen sich selber was Gutes zu tun. Der Geburtstag wird eh oft dadurch was besonderes, dass Freunde, Partner und die Familie ihn mit einem teilen und / oder das jeweilige Geburtstagskind in den Mittelpunkt stellen. Und genau das ist es was mich dann den Tag genießen lässt: Das eben diese Menschen nochmal besonders an einen denken.
Zum Schluss noch ein paar Worte zu Bundespräsident Wulff a.D.:
Ich möchte ihn hier weder loben, schützen noch wie viele andere nochmal drauf hauen. Für mich ist die schlimmste Quintessenz aus der ganzen Geschichte, dass das Blatt mit den vier großen Buchstaben und ihr widerwärtiger Chefredakteur es geschafft haben das höchste politische Amt zu stürzen. Ja, sicherlich: wer sich mit dem Teufel einlässt, muss sich nicht wundern, wenn es irgendwann nach hinten los geht. Dennoch bin ich der Meinung – auch wenn es ein Kampf gegen Windmühlen wäre / ist – dass die öffentliche Berichterstattung und unser Land sich viel kritischer mit der Rolle und der Art der Berichterstattung dieses Blatts beschäftigen müsste. Autoren wie Stefan Niggemeier (Gründer des bildblog.de) beschäftigen sich schon lange damit, finden aber verhältnismäßig wenig Gehör dafür. Mit dem Teufel legen sich eben die wenigstens Leute gerne an.
Wulff hat viel falsch gemacht, aber wurde zu großen Teilen doch nur ein – gern genommenes – Opfer und Spielball der Medien. The Story will continue!
Da ich es bisher nie gemacht habe, möchte ich heute einmal offensiv eure Meinung zu den einzelnen Punkten hören / lesen:
Wie wirken Sponsoren mit ihrer schlechten oder auch guten Presse auf Vereine und Sportler und was kann man als Gesponserter daraus machen?
Ist Boxen inzwischen nicht mehr als große Show vor und nach dem Kampf?
Welche musikalischen Highlights stehen auf eurer Agenda dieses Jahr?
Wie steht ihr zu Geburtstagen – die eigenen und die von anderen?
Was haltet ihr von der ganzen Causa Wulff?
Freue mich und hoffe auf rege Beteiligung zu diesem Themenwust!

Wie bereits gestern angekündigt, wurde heute mein erster Gastbeitrag bei www.dersportmanager.wordpress.com veröffentlicht. Zusätzlich wurde der Beitrag dann gestern abend noch ein wenig „aktueller“, als das ZDF mit Berlin direkt eine Art Feldversuch vornahm. Aber lest einfach selbst…

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So gut ich das Beispiel mit ZDFonline bei Twitter fand (Fans gründeten einen Twitter Account welcher wenig später vom ZDF übernommen wurde samt den Gründern), so merkwürdig finde ich die Nutzung der Social Media Kanäle am Sportwochenende bei den Öffentlich-Rechtlichen. Ich habe gestern versucht den Wintersporttag auf ZDF zu verfolgen. Nach wenigen Minuten fragte ich mich allerdings, wo die Moderne in diesem Fall geblieben ist.

Beide Sender – ARD und ZDF – haben großartige Quoten und bespielen fast 20 Stunden am Wochenende mit Sport aber an keiner Stelle wird der Zuschauer mit einbezogen. Beide Sender verfügen über hochfrequentierte Kanäle bei Twitter sowie bei Facebook aber es findet keinerlei Vernetzung zwischen On Air und Online statt. Lediglich der Hinweis auf die jeweilige Sportabteilungen auf den Homepages wird ab und zu eingeblendet.

Warum ist das so?

Wurde der Sinn und Zweck noch nicht erkannt? Das kann ich mir nicht vorstellen. In vielen anderen Bereichen – vor allem im Rahmen von Sendungen wie neoParadise oder Gottschalk live – wird zumindest versucht Fans und Follower einzubeziehen. Oder aber die Zuschauer werden darauf aufmerksam gemacht. Warum dann nicht auch im Sport? Kein anderer Bereich bietet derart viele Möglichkeiten Menschen zu aktivieren und sie mit in ein Thema einzubeziehen.

Haben die Sender Angst ihre Hauptzielgruppe (unterstelle: 35+) mit Facebook und Twitter zu vergraulen / überfordern? Wird bei den Sendern immernoch strikt getrennt zwischen Online und On Air?

Sicherlich sind jeweils andere Zielgruppen vor den Bildschirmen. Aber warum sie nicht verknüpfen? Warum nicht von einander profitieren lasen? Synergien für sich und die eigenen Zuschauer schaffen.

Wenn ich unterwegs bin, freu ich mich über die gute Berichterstattung der Sender bei Twitter oder Facebook. Ergänzt durch einen guten Live-Ticker ist es fast als ob man live dabei ist.

Wenn ich vor dem TV sitze und Biathlon schaue, fehlt mir jedoch einiges. So gut auch die Moderatoren und Kommentatoren sind: Zusatzinformationen können sie mir nicht bieten. In den Dialog mit mir können sie nicht treten – wollen sie vielleicht bzw. sicherlich auch nicht. Aber ich möchte in der heutigen Zeit gerne nicht nur als Rezipient wahrgenommen werden.

Es gäbe so viele Möglichkeiten. Der Super Bowl war ein Paradebeispiel. Zudem ein Beispiel, wo und in welcher Richtung sich der deutsche Fernsehmarkt noch hin entwickeln kann / wird.

ARD und ZDF haben die Möglichkeiten Vorreiter zu sein. Gute internationale Vorreiter gibt es, bei denen man sich das eine oder andere sicherlich gut abschauen könnte. Unternehmen zeigen im Rahmen ihrer Sponsorships auf welch spielerische Art und Weise Fans, Kunden und Zuschauer miteinbezogen werden können und gleichzeitig dadurch auch ein Mehrwert für alle generiert werden kann (z.b. Heineken Star Player).

Und wenn es erstmal nur das Vorlesen oder Beantworten von Posts oder Tweets live auf Sendung wäre. (Winter-) Sport – und das sage ich aus eigener Erfahrung – wird von vielen sportverrückten Menschen am Wochenende oftmals nebenbei geschaut. Auf dem Rechner / PC / Laptop bewegt man sich online. Durch die Verknüpfung beider Seiten durch die Sender kann die Aufmerksamkeit auch wieder auf den On Air Bereich geleitet werden ohne das der Zuschauer auf „sein Netz“ verzichten muss. Dialog und Interaktion führt nicht nur zu mehr Fans und Followern, sondern kann auch zu mehr und zufriedeneren Zuschauern führen.

Der Mehraufwand für die Sender muss dabei nicht all zu hoch sein. Gute Social Media Bereiche bestehen bereits meistens schon und die Zuschauer – egal wie alt – sind für Ergänzungen und Neuerungen sicherlich aufgeschlossen. Wenn ich mehr wissen, erleben, mitbekommen kann, dann steigert das mein Interesse und bindet mich mehr und mehr an das jeweilige Produkt – hier eben die Wintersportübertragung.

Für diesen Winter ist es sicherlich schon recht spät. Aber mit Hinblick auf die EM in Polen und der Ukraine und vor allem auf die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in London erwarte ich mir in dem Bereich einiges. Auch wenn hier und da das twittern, facebooken und bloggen untersagt ist, können im Rahmen der Berichterstattung sicherlich viele Dinge erweitern und verknüpfen.

Wieviele Zuschauer, die nicht regelmäßig online unterwegs sind, wissen denn schon, was der Twitter-Kanal vom ZDF oder die Facebook-Seite der ARD alles an zusätzlichen Informationen bietet? Wer von den „immer online seienden“ weiß eigentlich von den hervorragenden Hintergrundberichten über Athleten, Wettkämpfe und Austragungsorte im TV Bescheid? Vernetzen, verknüpfen, von einander profitieren, die Stärken des einen mit den Stärken des anderen Mediums ergänzen. Die Felder sind bestellt. Die Möglichkeiten sind vorhanden – technisch, inhaltlich und finanziell. Für modernes, aufgeschlossenes Gebührenfernsehen zahle ich gerne. Ich möchte abgeholt werden – Online und On Air. Es war nie so einfach so viele Menschen zu erreichen, zu begeistern, zu binden.

Liebe ARD, liebes ZDF: Nutzt eure Möglichkeiten – sinnvoll. Das Publikum was ihr jetzt nicht ansprecht, was jetzt nicht auf euch aufmerksam wird, fehlt euch in einigen Jahren. Mit euren digitalen Sendern, euren Social Media Angeboten habt ihr meiner Meinung nach schon viel geschafft. Die Ideen sind sozusagen schon im eigenen Haus. Jetzt einfach transferieren in die Hauptsender, vor allem in eure Sportübertragungen. Wir werden es euch danken!

PS: und wenn es doch am Geld scheitern sollte: ich wüsste einige Bereiche / Sendungen, bei denen Einsparpotential vorhanden ist…

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Ergänzung Montagmorgen:

Als hätte ich mich mit dem ZDF abgesprochen, wurde am Sonntagabend ein erster Versuch in die hier beschriebene Richtung unternommen. Im Rahmen der Sendung Berlin direkt wurde erstmalig ein Hashtag während der Sendung eingeblendet, mit dem Hinweis dort über die Sendung und die Inhalte zu diskutieren. Natürlich noch weit weg von Diskussion, Dialog und Interaktion mit den Zuschauern, aber eine Sache wurde bereits klar: Eine Sendung die bisher quotenmäßig eher unterging, wurde im Netz zum Thema und hat sicherlich auch zu erhöhten Einschaltquoten geführt.

Die Reaktionen der Follower war auch sehr breit gestreut von „nur einen Hashtag einblenden bringt nicht viel“ bis zu „endlich startet der Dialog auch im Hauptprogramm“. Ich bin gespannt wie dieses „Experiment“ weiter gehen wird. Das ZDF Hauptstadtstudio stimmte mich auf jeden Fall positiv (http://bit.ly/w9cPKR und http://bit.ly/wRLgnt).

Da kündige ich Regelmäßigkeit an und habe es dennoch nicht geschafft nur halbwegs Konstanz reinzubringen.
Morgen gibts dafür endlich was neues. Und dann auch gleich noch in Form eines Gastbeitrags bei dersportmanager. Für die Gelegenheit schon mal danke an Jonathan & Co.

Den Beitrag könnt ihr dann hier und eben auch auf dem #digisport Portal lesen.

Ps: gutes Sportwochenende – Ehc Sieg gg Augsburg, BVB wieder auf eins, Arndt Peiffer gewinnt Verfolgung, Andrea Henkel den Massenstart. Heute noch ManUtd gg Chelsea, Super Bowl in der Nacht. Fernseh-/Onlinemarathon.

Das war es also schon wieder. Weihnachten 2011 war schnell vorbei. Aber nicht weniger schön. Nun geht es schon wieder weiter mit München, Eishockey, Unterstützung.
Zunächst aber ein Rückblick auf die vergangenen Tage.

Es ging ja eigentlich richtig los mit dem 21.12 – sport meets musik. Die Idee war folgende: die fantastischen vier spielen ein Konzert in Regensburg und der Jahn schickt ein paar Spieler vorbei. Zum Meet & Greet und für einen guten Zweck. So kam es, dass Vertreter der Geschäftsstelle und ein Spieler des SSV zum Konzert gegangen sind und es hinterher ein Fachsimpeln zwischen Spieler und Künstlern gab. Zudem wurde ein Trikot für die Fantas mitgebracht und von ihnen unterschrieben. Eben dieses Trikot wird nun in folge des Konzerts / Treffens versteigert und der Erlös wird anschließend einem Projekt in Regensburg zu gute kommen. Eben diese Idee – Verknüpfung von Musik, Sport und Konversation – sollte in Zukunft immer öfter zum tragen kommen. So zumindest meine Idee.
Nach diesem Erlebnis und einer sehr kurzen Nacht ging es heim (OHNE Verspätungen im DB-Verkehr!). Am Abend stand wie jedes Jahr das Weihnachtssingen meines ehemaligen Chores. Eine der wenigen Traditionen, welcher ich wirklich nachgehe (-n kann). Selbst bei dem Wetter in diesem Jahr kommt man dabei immer endgültig in Weihnachtsstimmung. Hinterher – wie inzwischen auch jedes Jahr – ein ordentlicher Afterglow mit Ehemaligen und noch aktiven Sängern. Da gibts definitiv immer viel zu erzählen und berichten. Ja, Musik verbindet!

Nach einem entspannten Frühstück in der Heimatstadt dann endlich heim und viel geschlafen. Es ist spannend wie schnell man sich in der Heimat wohl fühlt. Lang nicht da gewesen und dennoch immer wieder schön. Vor allem wenn man es nun auch endlich geschafft hat, dass Internet auch in den eigenen Wänden existiert. Ein enormer Fortschritt.

Die kommenden Weihnachtstage waren dann gespickt mit vielen Begegnungen, vielen interessanten Gesprächen und vielen Freunden. Das konnte ich auch nach Jahren endlich mal wieder ohne nervende Erkältung genießen. Auch wenn sicherlich Geschenke zu Weihnachten gehören: Familie und Freunde kompakt in wenigen Tagen zu sehen und zu treffen ist mein Weihnachten. Fast perfekt (ein paar Leute hat man einfach wieder nicht sehen können – Grüße also nach Berlin, Münster, Stuttgart, London, Senzig, Alt Zeschdorf, Jena).

Im Rahmen der Festivitäten habe ich auch wieder mit dem Gedanken gespielt ein „Comeback“ als Veranstalter zu geben – aber dieser Gedanke muss noch ein wenig wachsen und vor allem hängt er stark von den Entwicklungen in 2012 ab. We will seeed!

Nach Heimat ging es wieder gen München – Vorbereitungen zur „Vollen Halle“ unterstützen. Ein Projekt des EHC München um zu zeigen, dass Eishockey in München lebt und gelebt wird. Am Ende stand am 30.12.2011 eine ausverkaufte Olympiahalle mit 11.000 begeisterten Zuschauern am Anfang und am Ende ein 5:0 für den EHC gegen die Augsburger Panther. Für den EHC, für Eishockey in München und für die Fans ein nahezu perfekter Abend, der dann von den Beteiligten auch entsprechend gefeiert wurde (Spruch des Folgetages: „Silvester war gestern“).

Dementsprechend verlief dann auch der gestrige Tag. Erholung und spontanes Treffen mit tollen Menschen kurz vor 0 Uhr. Entspannt rein gekommen ins neue, aufregende 2o12.

Für viele meiner engsten Freunde wird es ein wahnsinnig spannendes und aufregendes Jahr – da möchte ich natürlich in nix nachstehen. In der Arbeitswelt wird sich einiges tun, der Beratungs- und Veranstalterdrang wird wohl mehr und mehr wieder zum tragen kommen – vorausgesetzt die Basis stimmt. Es wird definitiv viel zu tun geben – und demzufolge auch viel zu erleben!

Für 2o12: Alles Gute an meine Blog.Leser. Aber noch mehr an:

– meine Familie – danke für – ja, alles!
– Andi, Henning, Olli – die letzten Wochen packt ihr auch noch! Und dann gehts ab – die Welt wartet auf uns.
– m2o18 Team – speziell natürlich C+F+F für überragende Monate und Abende. Stark wars! Stark wirds!
– SA.connection – auch wenn ich beim letzten Aufeinandertreffen nicht dabei war, hoffe ich, dass wir weiterhin in regem Kontakt bleiben.
– Baschtel & Sanna – ja, eine recht ungewöhnliche Kombination. Aber ihr habt mir im letzten Jahr immer wieder entscheidend geholfen. Dank euch!
– alle weiteren engen Freunde, die man zwar nicht oft sieht, aber sich immer auf einander verlassen kann und die Herzlichkeit bei jedem Wiedersehen die Freundschaft bestätigt

–  eine Person, die ich dieses Jahr kennen gelernt habe und von der ich sehr viel gelernt habe – Du hast mich wahnsinnig unterstützt und weiter gebracht. Mit vielen Gesprächen und auch einigen Taten. Das war mein persönlicher Gewinn dieses Jahr. Riesen Dank. Und das es auch in diesem Jahr immer weiter und voran geht. Die Zeichen stehen gut.

Schon wieder so ein blog.post, der viel zu sehr persönlich ist anstatt euch mit Mehrwert zu versorgen. Aber zumindest der Ansatz Sport und Musik gemeinsam zu vernetzen (Fanta4 + Jahn) und voneinander zu profitieren geht in eine „professionellere“ Richtung. Und das Projekt „Volle Halle“ ist auch ein Vorzeigeexemplar was die Zusammenarbeit zwischen Verein, Fans, Medien und Partnern angeht. Daher: zumindest unterschwelliger Mehrwert in verschiedenen Bereichen.

2o12. here we come. Mit euch in ein aufregendes, nach-vorne-gehendes Jahr. Macht wie immer das beste draus. Freu mich drauf.

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Weiterführende Links:

„Volle Halle“
http://www.hockeyweb.de/home/artikel/news/volle-halle-voller-erfolg/
http://www.youtube.com/watch?v=aZUv6QI15Hw&feature=related

Wie die Faust auf’s Auge

19. Dezember 2011

VORSICHT: kein Sport, keine Politik, keine Musik – lediglich eine gemachte Erfahrung wird thematisiert (Es wird teilweise hochtrabend, abstrakt und persönlich)

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Der im Betreff genannte Auspruch bzw. diese Redewendung in Gänze zu verstehen ist ein interessantes Unterfangen. Sie genauer auseinander zu nehmen und mit etwas weniger Ernsthaftigkeit zu interpretieren noch spannender.

Faust auf Auge – das kann doch nix Gutes sein? Das hinterlässt doch nur hässliche Veilchen? Im Ernstfall sogar bleibende Schäden (vgl. dazu Boxlegenden, Kirmesboxer, Lothar Matthäus). Dennoch wird diese Metapher (sicherlich gibt es ein passenderes Stilmittel, ich habe nur im Deutsch Grundkurs leider immer abgeschrieben) so oft verwendet. „Hammer auf den Kopf getroffen“ spielt fast in einer ähnlichen Liga. Mag man sich auch nicht wirklich vorstellen…

Wie kam ich zu diesen absurden Gedanken? Oder warum hinterfrage ich so ein Allerwelts Ding?

1. Weil ich dazu neige, Dingen exakt auf den Grund zu gehen.

2. Von Grund auf skeptisch bin.

3. Gerne vieles auf die Goldwaage lege.

4. Ein sehr interessantes Gespräch hatte.

Von 1. – 3. können Freunde und Bekannte ein Lied singen. Mir persönlich geht es viel mehr um 4. Wenn man jemandem gegenüber sitzt der einem seine Philosophie oder die seines Unternehmens näher bringt und man innerlich so gut wie jeden Punkt mit seinen eigenen abgleicht und dahinter ein „Check!“ setzen kann, dann …

a.) kommt man sich dämlich vor

b.) denkt man, man ist im falschen Film oder

c.) sieht dort jemanden oder etwas wo man denkt „Das passt! Das muss passen!“.

Obwohl hier meine bereits erwähnte Grundskepsis sehr hoch ist und ich nicht dazu neige Dinge mit einer rosaroten Brille zu sehen, ging mir c.) am ehesten durch den Kopf. In Zeiten von Bewerbungen, Neuorientierung bzw. Selbstfindung denkt man oftmals darüber nach wie man selber ist, auf andere wirkt und ob es Menschen gibt, die die eigenen Ansichten und Einstellungen teilen. So ist es zumindest bei mir. Ok, es gibt auch die Menschen, die ihre Ansichten und Einstellungen je nach Windrichtung und -stärke drehen, aber zu denen gehöre ich nicht und von diesen halte ich auch absolut nichts.

Umso erstaunlicher ist es dann wiederum, wenn man fast völlig unverhofft eben in einem Gespräch landet und plötzlich Parallelen sieht, wo man keine erwartet hat oder zumindest nicht in den sich darstellenden Ausmaßen. Das Ende vom Lied ist, dass man aus dem Gespräch geht und nicht weiß, was man nun denken soll. Ich habe mich gefragt, wie der Gegenüber wohl die Dinge sieht. Ob es dort ähnliche Gedanken gab? Ob ich deutlich gemacht habe, dass dort viele Gemeinsamkeiten waren? Es ist zu einer Unsitte bei mir geworden, dass ich mich hinterher mit Gesprächen auseinandersetze und dann feststelle: Hätte ich doch nur diese oder das erwähnt, dieses oder jenes für mich behalten oder oder oder…

In der letzten Woche sagte mir jemand, dass ich viel weiß, mich gut ausdrücken kann und gute Ideen habe. Aber: der Fokus bzw das beschränken aufs wesentliche, auf die entscheidenden Fakten einfach nicht gelingt. Die Person ahnte wohl nicht, was das bewegt. Aber es hat vieles verdeutlicht und klarer erscheinen lassen. Wichtiges und Richtiges in wenigen aber kräftigen Worten sagen – da ist scheinbar noch großes Ausbaupotential. Beleg dafür ist sicherlich auch meine inhaltlich einwandfreie Bachelorarbeit gewesen – sie war nur einfach zu lang und hat einen Fokus aus den Augen verloren. Aber fachlich und vom Ausdruck her war sie top…

„Wie die Faust auf’s Auge“ – so sollten auch Gedanken formuliert werden.

„Den Nagel auf den Kopf“ treffen.“ – gelingt oft, aber es werden viele, vielleicht zu viele Schläge benötigt.

Lernen fürs Leben. Mit jedem Gespräch, mit jeder Begegnung. Und wenn man dazu den Umweg über eine stinknormale Redewendung nehmen muss – am Ende steht die Erkenntnis. Und der weitere Weg. Weiter. Immer weiter.
„Die Welt wird nicht einfach besser nur weil sie sich dreht. Man bewegt nichts wenn man sich selber nicht bewegt.“

VORWARNUNG: Lobhuldigungen an diverse Künstler in mehr als 1000 Wörtern…

Es stimmt schon: ich bin jetzt eigentlich näher am Sport als je zuvor aber die Musik ist irgendwie immernoch am schnellsten, am direktesten bei mir. Das kommende Jahr wird dahingehend auch nicht anders.

Klar: Stand jetzt spielt mein aktueller Arbeitgeber um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Und es wird sich auch insgesamt 2012 sehr viel im Sport tun. Fest stehen aber für mich persönlich die musikalischen Highlights. Und diese möchte ich natürlich auch hier gern einmal erwähnen – wenngleich da keine großen Überraschungen bei sind, aber für mich teilweise sehr lang erwartete live Erlebnisse warten.

Coldplay – ja, ja… nicht sehr kreativ werden einige sagen. Einige sogar „Was ist denn mit dir los?“. Kurz nach der Veröffentlichung des aktuellen Albums bin ich durch die gesamte Diskographie dieser Band gegangen und habe mir das eine oder andere Live-Konzert online angeschaut. Und das hat mich mehr als überzeugt. So viele musikalisch Klassiker, so viele Songs zum voller Inbrunst mitsingen. So lange ich das nicht einmal live erlebt habe, ist die musikalische Reise definitiv noch nicht beendet. Also: September 2012 – Coldplay in München – Ich werde dabei sein! || mein Lied: „Up in Flames“

Snow Patrol – oh man. Eine Band die mich seit mehr als 6 Jahren begleitet und ich habe sie immer noch nicht live erlebt? EIN UNDING! Nicht eine CD im Schrank? EIN SKANDAL! Beides – entweder in die Wege geleitet oder bereits umfangreich erledigt. Erst heute habe ich mich der LIVE-DVD vom Konzert in der Royal Alber Hall in London hingegeben. Fazit: ein Frontsänger, der Spaß beim Auftritt hat, gut gelaunt mit dem Publikum agiert und sich auch für jeden Blödsinn nicht zu schade ist. Musikalisch ein Leckerbissen, da ihre Songs für diesen Auftritt neu arrangiert wurden – Parallelen zu typischen Unplugged Projekten sind vorhanden und sicherlich nicht ganz unbeabsichtigt. Auf ein ähnliches Erlebnis freue ich mich im März dann in München – nächster „Check!“ auf meiner Musik.Wunsch.To.Do.Liste. || mein Lied: „Finish line“

Scooter – ja. richtig gelesen: Hyper Hyper! Von vielen für verrückt erklärt, habe ich mir vor einer Weile fest vorgenommen, diese – ob man will oder nicht – mega erfolgreiche 3er Kombo aus Deutschland einmal live zu erleben. Eine kurze Umfrage dazu hat heute überraschender Weise direkt zum Erfolg geführt – im April 2012 wird es also wirklich wahr: FASTER HARDER SCOOTER || mein Lied: „How much is the fish?“

Seeed – langsam hatte ich die Jungs schon fast vergessen. Veröffentlichungen und Tour wurden immer und immer wieder weiter nach hinten gelegt. Und auf einmal kam dann wie aus dem Nichts die Single „Molotov“ zum Download, wenig später das Remake von „Wonderful Life“ und kurz danach die EP mit beiden Titeln plus diversen Remixen. Für mich unerreichbar, aber gut zu wissen, gab es dann die legendären Konzerte im Festsaal in Kreuzberg, welche als Generalprobe für die Auftritte bei den großen Festivals im Sommer dienten. Allerdings wars das dann auch schnell wieder mit Auftritten. Bis letzte Woche: Seeed kommen auf Tour! Aber: planmäßig erst im November kommenden Jahres. JUNGS!!! Was macht ihr nur so lange??? Ihr habt es echt drauf die Spannung ins Unermessliche zu steigern. Ich hoffe einfach mal, dass das Album im Frühjahr raus kommt und dann einen durch das Jahr bis zu den Live.Auftritten tragen wird. || mein Lied: „Molotov (Deichkind Remix)“

Clueso – irgendwie ist es mir ja schon fast unangenehm wie sehr ich diesen Künstler schätze und wie gut ich seine Musik finde. Aber ich kann es nicht ändern. Seit dem ich „Sag mir wo?“ 2001 gehört habe, bin ich den Typen nicht mehr los geworden. Und über seine Alben, Singles und Projekte hinweg bis heute bin ich immer mehr begeistert. Ja, sogar sein Buch habe ich gekauft und gelesen (wer mich kennt: das kommt eher selten vor – Bücher und ich…). Gestern nun habe ich endlich die TourDokuDVD schauen können. Es ist bemerkenswert, wie er auf dem Boden geblieben ist und was die ganze Truppe für eine „Familie“ ist. Da schwingt so viel Idealismus mit – großartig. Und der Erfolg mit ihrem ganzen Projekt „Zughafen“ gibt ihnen voll und ganz recht. Wer davon noch nie etwas gehört hat, dem empfehle ich eine kleine Recherche dazu (u.a. http://www.zughafen.de). Jedenfalls wird auch 2012 wieder irgendein Konzert von ihm und seiner Band bei mir anstehen. Egal ob OpenAir, in Hallen oder mit einem seiner vielen Projekte. || mein Lied: „Du bleibst“

Nach Stunden fällt mir jetzt wieder ein, dass ich das Jahr musikalisch Revue passieren lassen wollte… mist… dann eben in Verbindung mit diesem Text und nur chronologisch. Es war auf jeden Fall einiges los.

01’2011 und 02’2011: ganz im Zeichen neuer Musik – Jamiroquai, I blame Coco, Bosse, John Legend feat. The Roots, Radiohead, Marteria | live konzerte blieben aus.

03’2011 der Monat in dem ich endlich Bosse für mich entdeckt habe – grandioser Künstler | Feeder @ Backstage München, Boy, Bosse @ 59:1 München

04’2011 keine neue Musik, aber dafür Südafrika.Feeling im kleinen Club in der Hauptstadt | Clueso @ Zenith München | Goldfish @ Asphalt Berlin

05’2011 hier habe ich eine riesen Lücke – muss viel los gewesen sein – nur keine Musik…

06’2011 Herbert Grönemeyer @ OlyStadion Berlin | Max Prosa, Andreas Bourani, P. Poisel, Clueso @ Hessentag Oberursel

07’2011 Tim Bendzko, Madcon @ Tag der Entscheidung München | P. Poisel @ Tollwood München

08’2011 Werbesong von Ford (Soap&Skin. Mr. Gaunt Pt 1000), Seeed mit „Wonderful Life“ neu raus plus „Geheimkonzert in Berlin (leider ohne mich), der Soundtrack zu „What a Man“ – sensationell – vor allem William Fitzsimmons und Marlon Roudette | keine Konzerte

09’2011 dank Bundesvision Song Contest „Flo Mega“ kennen und schätzen gelernt – starke Stimme mit spannender Musik – Treffer! Ähnlich wie bei Kraftklub – live erlebt und seit dem haben die mich nicht mehr losgelassen. Grandios. | Max Prosa, Andreas Bourani, Kraftklub, Marteria, Bosse, P. Poisel, Wir sind Helden, Clueso @ Neue Deutschpoeten Berlin | Owl City @ Backstage München

10’2011 beim Bachelorarbeit schreiben Kings of Convenience wieder entdeckt – traumhaft (u.a. „I Don’t Know What I Can Save You from“ feat. „Royksopp) | Seeed-DJ Team @ Crux München

11’2011 hier auch musikalisch Armut. Wobei: nach Jahren mal wieder ein Mixtape gebastelt. Zudem kam „Cello“ von und mit Udo Lindenberg feat. Clueso raus – ohne Worte. Also so schlimm war der November doch nicht… | aber keine Konzerte

12’2011 Im Zeichen der Selbstbeschenkung: Snow Patrol und Clueso CD’s/DVD’s, Tickets zu Konzerten von Coldplay und Snow Patrol organisiert, ein Scooter Konzert gesichert. Seeed gibt erste Termine für Tour 2012 bekannt. | bis jetzt: kein Live Konzert

2012 kann kommen!!!

In der letzten Zeit – das gebe ich zu – hatte ich nicht wirklich viel Zeit mir über andere Dinge als wissenschaftliches Arbeiten und ein wenig SocialMediaBasics Gedanken zu machen. Umso besser, dass ich nun gedanklich wieder frei bin und auch mal nach links und rechts (ja, ich bin nicht auf dem rechten Auge blind) gucken kann.

So kam ich gestern in einem Gespräch zu dem Thema „Was wäre eigentlich, wenn morgen Wahlen wären?“. Und zum ersten mal seit dem ich wahlberechtigt bin, konnte ich auf diese Frage keine konkrete Antwort geben. Zusammen mit meinem Gesprächspartner haben wir verschiedene Themen angerissen, Parteien begutachtet und versucht Unterschiede oder klare Statements zu erkennen. Leider mussten wir feststellen, dass es selten zuvor so undurchsichtig war wofür die verschiedenen Parteien nun eigentlich stehen.

Themen die mir persönlich Parteien immer zum absoluten „No Go!“ gemacht haben, werden inzwischen von eben diesen Parteien völlig anders bewertet und gesehen. Themen die für mich wichtig sind und die ein Wahl-Grund waren, rücken entweder in den Hintergrund oder werden von jedem aufgeschnappt der gerade meint er müsse sich in meiner Gunst nach oben bewegen. Nein, so einfach ist das nicht. Und dann ist da noch mein Faible für Außenseiter bzw. „Schwache“. Aber bitte: Ich kann doch nicht wirklich deswegen das Grauen – die FDP – wählen?!

Ein weiteres Motiv für mich einer Partei meine Stimme zu geben, ist ein Spitzenkandidat, dem ich die große Bühne der Politik – vor allem auch international – zutraue. Und da hört es dann auch schon wieder auf. Unsere Kanzlerin – da könnt ihr mich gerne für beschimpfen – hat sich international durchgebissen und geniesst ein hohes Ansehen. Dass sie teilweise als „Madame No!“ verschrien wird lässt sich gut als Schlagzeile für Tageszeitschriften nehmen und auch international wunderbar ausschlachten, aber sie geht ihren Weg und lässt mit sich nicht alles machen – das haben wir mit manchen Ihrer Vorgänger schon ganz anders erlebt.

Aber wegen ihr CDU wählen? Die Partei der Pofallas & Bouffiers, die große Schwester der Partei mit dem größten Unsympathenfaktor? Das kann ich nicht zulassen. Egal wen sie da vorne hinstellen werden.

Es ist verzwickt. Die SPD – offen gestanden immer eine höchstwahrscheinliche Wahl meiner seits – konnte mit ihrem Programm einfach noch nicht Punkten. Ich habe manchmal das Gefühl, dass sie den Schritt, den die Union Richtung Mitte-Links macht, die Genossen genau in die andere Richtung gehen. Soziale Politik. Politik für den Bürger. Den Normalverdiener. Die Gewerkschaften. Da lässt es nach meinem Empfinden immer mehr nach. Wo ist die Haltung FÜR eine Transaktionssteuer oder FÜR eine Vermögenssteuer? Immer nur die Einkommenssteuer erhöhen kann nicht die Lösung sein. Irgendwann zahlen alle 80% Steuern auf ihr Einkommen – auch die die eh nicht viel verdienen – und Menschen, die zu Vermögen auf andere Weise gekommen sind, können sich auf diesem ausruhen, zahlen keine Steuern und können – bei Immobilien – sogar noch ordentlich Geld  verdienen und teilweise sogar Preise diktieren: Wer nicht zahlen kann, zahlt eben nicht – Vermögen haben sie ja genug. Wird sich schon jemand finden der die horrenden Quadratmeterpreise zahlen wird.

Es wäre so einfach sich hier bei mir beliebt zu machen. Aber das Thema scheint an der SPD vorbei gegangen zu sein.

Bleiben für mich eigentlich nur noch 3 Parteien.

Die einen kann und will ich nicht ernst nehmen – mit nur einem Thema und definitiven Inkompetenzen in vielen anderen kann man keine ernstzunehmende Alternative sein – der Titel Spaßpartei ist ja (leider) schon anderweitig vergeben, würde hier aber sicherlich oft ganz gut passen.

Und die anderen beiden? Könnten sich gut ergänzen, haben aber im Bereich Wirtschaftsthemen wenige Experten. Und in „Zeiten der Krise“ (ich mag diesen Ausdruck eigentlich überhaupt nicht) sind eben solche Personen gefragt. Wenn ihr mir charismatische, sympathische und glaubwürdige Spitzenkandidaten aufstellt und in Kernthemen wie „Bildung“, „Energiepolitik“, „Steuern“ und „Wirtschaftliche Entwicklung“ an euren Programmen feilt, steht meiner Erst- und Zweitstimme für euch nicht viel im Weg. Eines ist – Stand jetzt – aber auch klar: Es kann ebenfalls gut sein, dass erstmalig ein ungültiger Stimmzettel von mir in der Urne landet. Mangels Alternativen versteht sich. Zum Glück aber auch nur, wenn Sonntag Wahl wäre…

Das war also mal wieder ein Wochenende und 2 Kongresstage in Salzgitter. Und vorab: es war lohnenswert und gut.

Nachdem das Wochenende für Wiedersehen und viele Gespräche genutzt wurde, startete gestern der diesjährige Kongress „blickpunkt sportmanagement“ am Campus Salzgitter.

Thema dieses Jahr war das Berufsfeld für Sportmanager. Ziel war es, von Personen aus der Praxis zu hören, wie man mit welchen Voraussetzungen an welche Jobs kommt und wie es sich dann arbeitet sowie von Personen aus der Theorie zu erfahren, ob wir / die Sportmanagement-Studierenden das notwendige Rüstzeug mit an die Hand bekommen und wie man sich bestmöglich für den Markt platziert.

Mit klangvollen Referenten wurde ein volles Haus über beide Veranstaltungstage erreicht (je 400 Plätze): Heiner Brand, Bernd Hoffmann, Dietmar Beiersdorfer, Andreas Rettig, Martin Kind, Wolf-Dieter Poschmann als Moderator von Tag 1 und Thomas Helmer als Moderator von Tag 2 sowie Vertreter von Hochschulen und Unternehmen mit Sportbezug. Die Themen der Vorträge, Diskussionen und Workshop sorgten ebenfalls für großes Interesse.

Am Ende kann ich persönlich sagen: Das Haus war voll, die Namen klangvoll und mit vielen Geschichten aus dem Nähkästchen wurde oftmals für lockere Stimmung gesorgt. Inhaltlich allerdings stand am Ende leider nicht viel auf dem „Das ist Neu, das nehm ich mit“-Zettel.
Bernd Hoffmann brachte uns 11+1 Werte / Eigenschaften nahe, die ein Sportmanager mitbringen muss & hat diese mit prägnanten Beispielen näher gebracht. Einziger Wermutstropfen: seine Definitionen zog er aus Wikipedia – was für Studierende strengstens verboten ist🙂 .
Andreas Rettig hat mich in der Diskussionsrunde mit Martin Kind, Dietmar Beiersdorfer und Wolf-Dieter Poschmann positiv überrascht genauso wie „Poschi“ selbst.

Ungern möchte ich eigentlich über den für mich Negativ-Höhepunkt der beiden Tage schreiben: Thomas Helmer als Moderator. Ein Unding… Fragen stellen, nicht ausreden lassen. Stimmung einzig und allein durch Sprüche gegen und Geschichten über ehemalige Kollegen erzeugen. Bei Diskussionsrunden die Teilnehmer durch reines Ablesen vorstellen und nicht einmal aufstehen, wenn sie auf die Bühne kommen um sie zu begrüßen. Mein Tipp: bleiben Sie im Fernsehen! und an Veranstalter: suchen Sie sich einen anderen Mann!

Allgemein kann man zu der Veranstaltung sagen: Organisation war nahezu perfekt – die Referenten waren begeistert – die Moderatoren ebenfalls. MIt Fußball (-größen) und Sporthelden bekommt man die Veranstaltung fast immer voll. Was aber am Ende an interessanten Diskussionen rauskommt, was man an neuen Sacher erfährt, hängt damit leider meist selten zusammen. Die Mixtur aus Publikumswirksamkeit, diskussionswürdigen Themen, Neuem und Geschichten ist eine enorme Herausforderung für jedes OK.
So hatte das Thema des letzten Jahres „Playing the Games?!“ zwar weniger namhafte Referenten und es wurde nicht über Fußball gesprochen, jedoch gab es eine der spannendsten Diskussionsrunden und ein Thema aus wirklich verschiedenen Blickwinkeln. Allerdings leider auch weniger Gäste, da das Thema sehr speziell war. Die Gäste die aber Interesse hatten und vor Ort waren, konnten viel neues und eben differenzierte Ansichten mitnehmen. Was jedes OK und jeder Gast will ist natürlich immer verschieden und wird nie zu 100% erreicht werden.

Für mich ging der Tag mit einem Treffen der Ehemaligen ImPuls Mitglieder, den aktuellen und kommenden Mitgliedern des Vereins zu Ende. Erfahrungen wurden ausgetauscht und auf Fragen zur Arbeit und zum Studium wurde eingegangen. Eine spannende Zeit steht dort wieder ins Haus. Toi, toi, toi!

Zu guter letzt fiel heute auch die Entscheidung, dass ich ab Donnerstag, 01.12.2011 als Projektmitarbeiter Marketing beim SSV Jahn Regensburg anfangen werde. Eine neue Herausforderung mit sehr interessanten Perspektiven und herausfordernden Aufgaben. Ich freue mich drauf & bin gespannt was bewegt werden kann und bewegt werden will.

So weit. Chapeau noch mal ans OK der diesjährigen „blickpunkt sportmanagement“ Veranstaltung und ein Dank an all Kommilitonen für die interessanten Gespräche und das herzliche Wiedersehen. Auf bald!

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Links_

Alle Videos zur Veranstaltung blickpunkt sportmanagement 2011
ImPuls – Studentische Sportberatung e.V.